RulesPal
Chat
Rulebook
Die Mauer thumbnail

Die Mauer

Die Mauer Rulebook

Table of Contents

Table of Contents

  • Spielmaterial
  • Spielvorbereitung
  • Spielziel
  • Spielverlauf
  • Bauordnung (BO)
  • Planungsphase
  • Bauphase
  • Hohle Hand!
  • Ende der Spielrunde und Punkteverteilung
  • Beispiele
    • Beispiel A: Bauherr baut (hier ein Eröffnungszug)
    • Beispiel B: Konkurrenten bauen
    • Beispiel C: Bauherr baut doch
    • Beispiel D: Niemand baut

Spielmaterial

  • 6 Bausätze zu je 7 Bauteilen (5 Mauerteile, Turm und Tor)
  • Ein Bauherrenstein
  • Ein Leinensäckchen (...damit Sie die Mauer auf jede Baustelle mitnehmen können!)
  • Diese Spielregel

Spielvorbereitung

Jeder Spieler erhält einen identischen 7-teiligen Bausatz.

Diesen Bauvorrat hält er bis zum Ende einer Spielrunde geheim (z.B. in einer Hand).

Der jüngste Spieler wird zum Startspieler und bekommt als Erster den Bauherrenstein.

Zusätzlich werden Papier und Bleistift benötigt, um die Spielresultate zu notieren.

Spielziel

Die Spieler bauen eine gemeinsame Mauer über den Tisch. Dabei verfolgt jeder Spieler das Ziel, seine Bauteile möglichst schnell loszuwerden. Ist dies einem Spieler gelungen, endet die Spielrunde sofort. Die anderen Spieler bekommen für ihre noch nicht verbauten Teile Minuspunkte aufgeschrieben (s. Wertungsschlüssel am Ende der Regel).

Spielverlauf

Eine Spielrunde besteht aus aufeinander folgenden Baurunden. Jede Baurunde besteht immer aus Planungsphase und Bauphase. Der jüngste Spieler ist der erste Bauherr. Nach jeder Baurunde gibt der aktuelle Bauherr den Bauherrenstein und somit das Bauherrenamt an seinen linken Nachbarn weiter.

Bauordnung (BO)

In der Bauphase muß folgende Bauordnung (BO) stets eingehalten werden:

§1 Die Mauer darf sich nicht verzweigen. Bauteile dürfen ausschließlich an den beiden Enden der Mauer angebaut werden.

§2 Baubeschränkungen gibt es lediglich für die Bauteile Turm und Tor: Turm darf nicht unmittelbar an Turm, Tor nicht unmittelbar an Tor gebaut werden. Außerdem darf kein Turm unmittelbar an ein Tor angebaut werden und umgekehrt.

Planungsphase

  • Der aktuelle Bauherr bestimmt in der Planungsphase, welches Bauteil er anbauen möchte. Dazu nimmt er verdeckt eines seiner Bauteile in die Hand und legt diese als Faust auf den Tisch.
  • Die Konkurrenten versuchen den Plan des Bauherrn zu erraten. Dazu nimmt jeder verdeckt eines seiner Bauteile in die Hand und legt diese als Faust auf den Tisch. Diejenigen Konkurrenten haben richtig geraten, die das gleiche Bauteil wie der Bauherr in der Hand halten.
  • Es ist sowohl für den Bauherrn als auch für die Konkurrenten möglich, die Faust leer zu lassen. (s.u. »Hohle Hand«)

Bauphase

Nun werden alle Fäuste gleichzeitig geöffnet und es kann verglichen werden. Aus diesem Vergleich ergibt sich, ob Bauherr oder Konkurrent(en) bauen dürfen.

Folgende Fälle sind möglich:

  • Errät kein Mitspieler das Vorhaben des Bauherrn, dann baut der Bauherr. (Beispiel A)
  • Haben ein oder mehrere Konkurrent(en) das Bauvorhaben des Bauherrn erraten, dann dürfen diese Konkurrenten anstelle des Bauherrn bauen. (Beispiel B)
  • Beim Anbau von Toren und Türmen durch die Konkurrenten kann es jedoch vorkommen, daß nicht alle Konkurrenten die richtig geraten haben, ihr Bauteil anbauen können (Siehe §2 der Bauordnung). In diesem Fall baut der Bauherr. (Beispiel C)
  • Verstößt das Bauvorhaben des Bauherrn gegen die Bauordnung, dann baut niemand. (Beispiel D)

(Beispiele am Ende der Regel)

Die bauberechtigten Spieler dürfen nur das Bauteil bauen, das sie in der Hand halten.

Hohle Hand!

Jeder Spieler (sowohl der aktuelle Bauherr, als auch jeder beliebige Konkurrent), kann in der Planungsphase darauf verzichten, ein Bauteil in die Hand zu nehmen und darf statt dessen die »hohle Hand« (leere Faust) auf den Tisch legen.

Folgende Fälle sind möglich:

  • Fall 1: Wählt nur der Bauherr (also kein Konkurrent) die hohle Hand, dann baut der Bauherr ein eigenes Bauteil seiner Wahl aus seinem Bauvorrat (selbstverständlich unter Einhaltung der Bauordnung) an die Mauer an.
  • Fall 2: Entscheidet sich sowohl der Bauherr, als auch ein einziger Konkurrent für die hohle Hand, wird gar nicht gebaut. Aber: Der betreffende Konkurrent sucht sich ein beliebiges Bauteil aus seinem Vorrat aus und »beschenkt« den Bauherrn damit. Die Übergabe erfolgt geheim. Der Bauherr muss das »Geschenk« akzeptieren.
  • Fall 3: Entscheiden sich neben dem Bauherrn mehrere Konkurrenten für die hohle Hand, passiert gar nichts: Niemand baut, niemand wird »beschenkt«.

Alle Fälle der hohlen Hand sind komplette Baurunden, d.h. der Bauherrenstein wird weitergegeben.

Ende der Spielrunde und Punkteverteilung

Sobald ein Spieler kein Bauteil mehr besitzt, endet die Spielrunde. Jeder Spieler, der jetzt noch ein oder mehrere Bauteile besitzt, erhält hierfür nach folgendem Wertungsschlüssel Minuspunkte:

  • Turm = 15 Punkte
  • Tor = 10 Punkte
  • Mauerteil mit 5 Zinnen = 6 Punkte
  • Mauerteil mit 4 Zinnen = 4 Punkte
  • Mauerteil mit 3 Zinnen = 3 Punkte
  • Mauerteil mit 2 Zinnen = 2 Punkte
  • Mauerteil mit 1 Zinne = 1 Punkt

Das Ergebnis wird notiert. Anschließend erhält wieder jeder Spieler einen kompletten Bausatz für die nächste Spielrunde.

Eine Spielrunde »MAUER« dauert etwa 10 Minuten. Wir empfehlen über vier oder fünf Spielrunden zu spielen. Sieger ist der Spieler mit den wenigsten Minuspunkten.

Beispiele

Beispiel A: Bauherr baut (hier ein Eröffnungszug)

Ausgangssituation: noch ist nichts gebaut. Plan des Bauherrn: Turm. Pläne der Konkurrenten: vier Mauerteile und ein Tor. Resultat: Bauherr baut den Turm.

Der Bauherr darf seinen Turm bauen, weil kein Konkurrent den vom Bauherrn geplanten Turm in der Faust hatte und weil das Bauvorhaben gemäß §2 der Bauordnung erlaubt ist.

oder

Ausgangssituation: ein Turm liegt. Plan des Bauherrn: Dreier-Mauerteil. Pläne der Konkurrenten: fünf Mauerteile, darunter kein Dreier-Mauerteil. Resultat: Bauherr baut.

Der Bauherr darf sein Dreier-Mauerteil bauen, weil kein Konkurrent das vom Bauherrn geplante Dreier-Mauerteil in der Faust hatte.

Beispiel B: Konkurrenten bauen

Ausgangssituation: ein Turm liegt. Plan des Bauherrn: ein Mauerteil. Pläne der Konkurrenten: fünf Mauerteile, davon drei das gleiche wie der Bauherr. Resultat: Konkurrenten bauen (an beide Enden der Mauer).

Der Bauherr darf sein Mauerteil nicht bauen, weil Konkurrenten das von ihm geplante Mauerteil in der Faust hatten. Die drei Konkurrenten, die das betreffende Mauerteil in der Faust hatten, dürfen dieses bauen.

oder

Ausgangssituation: Mauer mit einem Turm in der Mitte. Plan des Bauherrn: Tor. Pläne der Konkurrenten: zwei Tore, zwei Mauerteile, ein Turm. Resultat: Konkurrenten bauen (je ein Tor an beiden Enden).

Der Bauherr darf sein Tor nicht bauen. Beide Konkurrenten, die ein Tor in der Faust hatten, dürfen bauen. Nach §2 der Bauordnung gibt es zwei erlaubte Baustellen.

oder

Ausgangssituation: Mauer mit einem Turm an einem Ende. Plan des Bauherrn: Tor. Pläne der Konkurrenten: ein Tor, zwei Mauerteile, ein weiteres Mauerteil, ein Turm. Resultat: Konkurrent baut.

Der Bauherr darf sein Tor nicht bauen. Es gibt für den richtig ratenden Konkurrenten eine freie Baustelle.

Beispiel C: Bauherr baut doch

Ausgangssituation: Mauer mit einem Turm in der Mitte. Plan des Bauherrn: Tor. Pläne der Konkurrenten: drei Tore, zwei Mauerteile. Resultat: Der Bauherr baut (sein Tor an eines der beiden Enden).

Nach §2 BO dürfen jetzt höchstens zwei Tore gebaut werden. Die Konkurrenten dürfen nicht bauen. Der Bauherr baut.

Merke: Im Gegensatz zu Mauerteilen dürfen in einer Bauphase nie mehr als zwei Tore oder Türme angebaut werden.

oder

Ausgangssituation: Mauer mit einem Tor an einem Ende und einem Turm nahe dem anderen Ende. Plan des Bauherrn: Turm. Pläne der Konkurrenten: zwei Türme, zwei Mauerteile, ein Tor. Resultat: Der Bauherr baut.

Die Konkurrenten wollen zwei Türme bauen. Aber nach §2 der Bauordnung steht jetzt sogar nur eine erlaubte Baustelle zur Verfügung. Der Bauherr baut!

Faustregel: Ist die Anzahl der Konkurrenten, die dem Bauvorhaben des Bauherrn auf die Schliche gekommen sind, höher als die Zahl der erlaubten Baustellen (Baumöglichkeiten gemäß §2 der Bauordnung), dann baut der Bauherr.

Beispiel D: Niemand baut

Ausgangssituation: Mauer mit einem Tor an einem Ende und einem Turm am anderen Ende. Plan des Bauherrn: Turm. Pläne der Konkurrenten: fünf Mauerteile. Resultat: Niemand baut.

Der Bauherr darf seinen Turm nicht bauen, weil sein Bauvorhaben gegen den §2 der Bauordnung verstößt.